Neugestaltung der Dauerausstellung im Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim
Die Gemeinde Veitshöchheim, Träger des Jüdischen Kulturmuseums Veitshöchheim, beabsichtigt, die 1994 eingerichtete und seither unveränderte Dauerausstellung nach einem neuen inhaltlichen und gestalterischen Konzept umzugestalten. Grundlage für Gestaltung und Einrichtung ist das vom Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim vorgegebene Ausstellungskonzept. Synagoge und Jüdisches Kulturmuseum Veitshöchheim im Ortszentrum von Veitshöchheim dokumentieren und bewahren die Spuren der jüdischen Vergangenheit des Ortes und der Region. Mittelpunkt der Anlage ist die um 1730 erbaute Synagoge mit Betsaal, Vorsängerwohnung und Mikwe. Bei Renovierungsarbeiten im Dachboden der Synagoge entdeckte man eine besonders umfangreiche Genisa (Textablage), von der originale Texte und Gegenstände in der Ausstellung im Nachbarhaus, einem ehemaligen jüdischen Wohnhaus von 1738, zu sehen sind. Durch das Genisa-Forschungsprojekt erlangte das Museum überregionale Bedeutung und weit über die Grenzen Unterfrankens Bekanntheit. Ein Neubau mit Museumsfoyer, Seminarraum und Museumsarchiv ergänzt die historischen Gebäude und bietet Möglichkeiten für Wechselausstellungen und Veranstaltungen. Als Schulstandort und in unmittelbarer Nähe zur Bildungs- und Universitätsstadt Würzburg ergeben sich vielfältige Kooperationsmöglichkeiten für Vermittlungs- und Forschungsprojekte. Die Trägerschaft der Gemeinde Veitshöchheim sichert den dauerhaften Bestand sowie regelmäßige und ausreichende Öffnungszeiten der Einrichtung.
Leistungsverzeichnis
Gegenstand einer beabsichtigten Beauftragung ist die räumliche und gestalterische Gesamtkonzeption der Dauerausstellung mit Einbindung des Museumsfoyers, basierend auf dem inhaltlichen Konzept des Jüdischen Kulturmuseums. Sie umfasst die drei Bereiche Ausstellungsgestaltung, Ausstellungsgraphik und Ausstellungsbeleuchtung/Exponatausleuchtung zunächst in der Planung, später auch in Ausführung bzw. Ausschreibung und Begleitung der Realisierung.
Die gestalterische Planung ist im Dialog mit der Museumsleitung anzufertigen.
Wir bitten Sie, uns Ihre Honorarvorstellung für die oben genannten Leistungen wie folgt zu gliedern und darauf einzugehen, ob und in welchem Umfang sie uns die Leistungen anbieten. Diese Schritte sind notwendig, um eine Vergleichbarkeit der eingehenden Angebote im Hinblick auf die Förderprogramme gewährleisten zu können:
1. Räumliche und gestalterische Ausstellungsplanung
1.1 Konzeption und Entwurf mit Kostenberechnung
1.2 Ausführungsplanung:
1.2.1 Ausschreibung der Gewerke einschl. Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe
1.2.2 Überwachung der Ausführung
1.2.3 Rechnungsprüfung
2. Ausstellungsgraphik
2.1 Konzeption und Entwurf, Kostenberechnung
2.2 Ausführungsplanung Herstellung:
2.2.1 Ausschreibung der Gewerke einschl. Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe
2.2.2 Überwachung der Ausführung
2.2.3 Rechnungsprüfung
3. Ausstellungsbeleuchtung
3.1 Konzeption und Entwurf mit Kostenberechnung
3.2 Ausführungsplanung:
3.2.1 Ausschreibung des Gewerks einschl. Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe
3.2.2 Überwachung der Ausführung
3.2.3 Rechnungsprüfung
4. Angabe des geplanten Arbeitspensums (Stunden pro Bereich)
4.1. Räumliche Ausstellungsplanung:
4.2. Ausstellungsgraphik:
4.3. Ausstellungsbeleuchtung:
5. Stundensatz in Euro
Ausstellungsbereiche:
1. Vorsängerwohnung
2. Ehemaliges jüdisches Wohnhaus
3. Foyer
Gesamtausstellungsfläche: 200 m²
Die Vergabekriterien sind:
- Wirtschaftlichkeit
- Flexibilität und Kommunikation
- Referenzen
Für die Maßnahme steht eine Gesamtsumme in Höhe von 280 000 Euro zur Verfügung. In der Gesamtsumme sind Honorar- und Nebenkosten enthalten. Die Planungsleistung und Ausführung sind 2017 und 2018 zu erbringen.
Angebotsabgabe: bis 16. Juni 2017